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Jasmin Staab
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Kerngesund-sein
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Cortison bei Neurodermitis

Cortison gehört zur Gruppe der Glukokortikoide. Es ist ein Botenstoff des Körpers, welcher einem typischen Tagesrhythmus unterliegt.

 

Das zugeführte Cortison vermindert die körpereigene Glukokortikoidproduktion in der Nebennierenrinde und bei einem plötzlichen Absetzen stehen dem Körper zu wenig Glukokortikoide zur Verfügung. Dies führt im akuten Fall zu einer Störung des Mineral-, Wasser- und Säure-Basen-Haushaltes. Daher soll das Medikament langsam abgesetzt werden, damit der Körper sich wieder auf die Eigenproduktion einstellen kann.

 

Glukokortikoide werden von den Nebennieren bei physiologischen Belastungen, Infektionen, Angst oder Verletzungen freigesetzt.

 

Eine Dauerbehandlung mit Cortison hat unerwünschte Nebenwirkungen:

 

Durch Cortison werden vermehrt Kohlenhydrate bereitgestellt. Es wirkt dem Insulin entgegengesetzt, welches zuständig ist für den Abbau von Zucker. Dadurch wird eine diabetische Stoffwechsellage gefördert, da der Blutzuckerspiegel ansteigt.

 

Cortison bewirkt einen vermehrten Abbau von Eiweißen aus dem Muskelgewebe.

 

Es vermindert das lymphatische Gewebe und unterdrückt somit die Immunabwehr und allergische Reaktionen. Dadurch resultiert auch eine erhöhte Infektanfälligkeit.

 

Die roten Blutkörperchen und die Blutplättchen vermehren sich durch Cortison und somit besteht eine erhöhte Gefahr von Thrombose und Bluthochdruck.

 

Cortison fördert den Muskel- und Knochenabbau (Osteoporose).

 

Ebenso bewirkt es einen Fettabbau und damit die Freisetzung von Fettsäuren ins Blut. Somit ist das Risiko der Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht, da sich die Fettsäuren in den Gefäßen ablagern können.

 

Die oben genannten unerwünschten Nebenwirkungen, durch die Verwendung von Cortison als Medikament, treten bei überschreiten der Schwellendosis von etwa 5 mg Cortison pro Tag auf, nicht bei kurzzeitigen hochdosierten Gaben, wie sie in der Notfalltherapie vorkommen.

 

Bei einer Dauertherapie mit 7,5 mg Cortison kann es bereits nach 2-3 Wochen zu einem sogenannten Cushing-Syndrom kommen. Das Vollbild der Erkrankung äußert sich durch Stammfettsucht, Vollmondgesicht, Stiernacken, als Folge der Fettumverteilung. Des weiteren zeigen sich Symptome wie Gesichtsrötung, Akne, Striae, Hirsutismus (männlicher Behaarungstyp bei Frauen), Zyklus- und Potenzstörungen, Depressionen, Knochenschmerzen, Osteoporose, Muskelschwäche, schlecht heilende Wunden, sekundärer Diabetes mellitus.

 

Bei Kindern kommt es durch Cortisondauerbehandlung zu Wachstumsverminderungen.