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Kerngesund-sein
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Essen ohne Kohlenhydrate?

Ist Low carb gesund?

Was sind eigentlich Kohlenhydrate?

 

Kohlenhydrate sind ein Oberbegriff für Zuckermoleküle. Sie bestehen aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Sie sind Energielieferanten für unser Gehirn und unsere Muskeln. Eine gewisse Grundenergie wird vom Körper immer benötigt, um die Atmung, den Herzschlag und den Stoffwechsel aufrecht zu erhalten. Dies ist der sogenannte Grundumsatz, die Energie, die selbst bei Nichtstun, auch im Schlaf benötigt wird. Daher wird bei einer Diät immer mindestens die Kalorienzahl des Grundumsatzes angegeben, damit der Körper keine Mangelerscheinungen bekommt. In der Regel liegt der Grundumsatz etwa bei 1200-1400 kcal.  Bei Übergewichtigen ist er jedoch höher.

Es gibt Einfach-, Zweifach- und Mehrfachzucker. Zu den Einfachzuckern gehört Traubenzucker oder auch Glukose genannt und der Fruchtzucker oder Fructose genannt. Die Zweifachzucker sind der Milch- und  Malzzucker und Mehrfachzucker sind in Getreide, Kartoffeln und Hülsenfrüchten enthalten. Die einzige Form, die unser Körper verwerten kann ist der Einfachzucker. Das  heißt, er baut sämtliche Kohlenhydrate in Glukose um, egal in welcher Form wir sie essen. Insulin aus der Bauchspeicheldrüse sorgt anschließend dafür, dass die Glukose in die Zellen gelangt. Die überschüssige, nicht benötigte Glukose wird in der Leber und den Muskeln gespeichert. Unser Körper ist auf einen konstanten Blutzuckerspiegel angewiesen und nützt so das in Speicherform enthaltene Glykogen bei Hungerperioden. Bei noch länger anhaltenden Hungerperioden produziert die Leber über den Abbau von Körpereiweiß Glukose,  um die Versorgung des Gehirns aufrecht zu erhalten. Im umgekehrten Falle steigt die Insulinausschüttung drastisch an, wenn wir unseren Körper mit vielen Süßigkeiten und Kuchen belasten. Durch die hohe Insulinausschüttung wird der Zucker schnellstmöglich in die Zellen aufgenommen, denn  zu viel im Blut ist ebenso gefährlich. Das hat zur Folge, dass Heißhungerattacken entstehen. Der Insulinspiegel ist hoch, aber wir haben dem Körper nichts wirklich Nahrhaftes geliefert. Es sind keine Vitamine und Mineralstoffe enthalten, die der Körper auch so dringend benötigt, um die gelieferte Nahrung zu verdauen. Er muss sich aus Reserven bedienen. So entstehen langfristig Mangelzustände.

Kohlenhydrate sind an der Regulation des Stoffwechsels von Eiweißen und Fetten beteiligt. Ohne sie kann der Körper keine Masse aufbauen. Das ist der Effekt, der greift, wenn man kohlehydratfrei isst. Der Stoffwechsel wird Stück für Stück zurück gefahren. Die Glykogen-Speicher werden geleert, Wasser wird ausgeschieden. Alleine deswegen nimmt man an Gewicht ab. Die Glykogen-Speicher in Kombination mit Wasser machen je nach vorheriger Körper- und Muskelmasse 3- 10 kg auf der Waage aus.

 

Die Rolle des Insulins

 

Insulin ist ein Hormon, das in den B-Zellen der Langerhans‘schen-Inseln der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Eine der wichtigsten Aufgaben ist den Blutzuckerspiegel zu senken. Steigt nach einer Mahlzeit die Glukosekonzentration im Blut an, bildet die Bauchspeicheldrüse vermehrt Insulin und gibt dieses in den Blutkreislauf ab.  Vor allem in den Leber-, Muskel- und Fettzellen sorgt es dafür, dass die Glukose aus dem Blut in die Zellen gelangt und somit der Blutzuckerspiegel wieder gesenkt wird. Zuerst gelangt Insulin über die Pfortader in die Leber. Diese verbraucht ungefähr die Hälfte des vorhandenen Insulins, um die Glukose zu speichern. Die restliche Menge verteilt sich über den Blutkreislauf  auf Muskel- und Fettgewebszellen. Spezielle Rezeptoren verbinden sich mit dem Insulin. Dadurch wird die Glukose für die Zelle aufnahmefähig. Es gleicht dem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Insulin ist aber nicht nur für den Transport der Glukose in die Zelle verantwortlich. Es aktiviert auch in der Leber und in den Muskelzellen Enzyme, die für die Verbrennung von Glukose und die Verarbeitung von Glukose in Glykogen verantwortlich sind.  Glykogen ist die Speicherform der Glukose im Organismus. Auch bei der Versorgung der Zellen mit Mineralstoffen wirkt Insulin mit. Es aktiviert auch Enzyme in den Fettzellen, die zur Umwandlung von Glukose in Fett notwendig sind. Gleichzeitig hemmt es den Abbau von Fett. Insulin fördert die Bildung von Eiweißen, indem es die Aufnahme von Aminosäuren in die Zellen unterstützt. Insulin hemmt in der Bauchspeicheldrüse die Bildung von Glukagon. Glukagon ist der Gegenspieler von Insulin und sorgt dafür, dass gespeicherte Glukose, also Glykogen aus der Leber freigesetzt wird. Bestimmte Nährstoffe sind in der Lage die Insulinproduktion zu steigern und die Zellen aufnahmefähiger für Glukose zu machen. Dazu gehören: Vitamin C, Vitamin E, Chrom, Zink, Selen, L-Arginin, L-Carnitin, Omega-3-Fettsäuren und Carotinoide (z.B. Lutein)

Das Glukagon wir in den A-Zellen der Langerhans‘schen- Inseln in der Bauchspeicheldrüse gebildet. Es kann den Blutzuckerspiegel bei Bedarf anheben. Einmal kann es durch Glukogenolyse das in der Leber und Muskulatur gespeicherte Glykogen freisetzen und zum anderen durch Glukoneogenese die Neubildung von Glucose herbeiführen. Dazu werden Aminosäuren, Glycerin oder Laktat verwendet.

Bei durchschnittlicher Ernährung mit normaler Kohlehydratzufuhr halten Insulin- und Glukagonsekretion die Waage. Das Absinken des Blutzuckers bewirkt somit in diesem Regelmechanismus ein Anstieg des Glukagons. Daher sind proteinreiche Mahlzeiten, starke körperliche Belastungen und Stress Faktoren, welche die Ausschüttung von Glukagon bewirken.

 

Welche Zuckerarten gibt es?

 

Zucker ist nicht gleich Zucker. Sobald ein Zucker isoliert ist, d. h. industriell hergestellt und verarbeitet, so dass keine natürlichen Substanzen mehr vom Ausgangsstoff enthalten sind, ist er immer schädlich. So zum Beispiel Fruchtzucker. Er ist als isoliertes Produkt erhältlich und kann somit zum Süßen von Speisen verwendet werden. Fruchtzucker wird aber auf diese Weise in viel zu hoher Menge zugeführt. Unsere Verdauung ist dafür nicht ausgelegt. Es folgt unweigerlich ein Unwohlsein in Form von Blähungen, Sodbrennen und Magendrücken. Meist äußern sich diese Beschwerden bei Menschen, die ohnehin keine gesunde Darmflora haben. Der Darm produziert Gase und es kommt zu den genannten Beschwerden. Isst man hingegen die ganze Frucht, so ist darin ebenfalls Fruchtzucker enthalten, mit dem riesengroßen Unterschied, dass es sich um ein natürliches Lebensmittel in seiner Ganzheit handelt, wenn es verzehrt wird. Es liefert Ballaststoffe, Enzyme, Mineralstoffe und Vitamine, Aminosäuren und pflanzliche Öle mit, die zum optimalen Verdauen benötigt werden. Somit stellt der natürliche Fruchtzucker in Früchten kein Problem dar. 35 Gramm Fruchtzucker kann unser Darm in der Stunde verdauen. Das ist so viel wie in sechs Äpfeln. Hier wird deutlich, dass die Unverträglichkeiten eher vom hohen Konsum des isolierten Fruchtzuckers kommen, der sich  in Fertiggerichten, Süßigkeiten, Softdrinks und Fruchtsäften versteckt. Denn wer isst in einer Stunde sechs Äpfel? Auch der gleichzeitige Verzehr von Zuckeralkoholen kann zu Unverträglichkeiten führen. Zu den Zuckeralkoholen zählen Sorbit, Mannit, Xylit, Isomalt, Lactit und Maltit. Sollten beim Verzehr von frischem Obst trotzdem Beschwerden auftreten,  so müssen Sie die Ursache in einer gestörten Darmflora suchen.  Natürliche Lebensmittel nicht richtig verdauen zu können oder sogar allergisch auf sie zu reagieren hat immer den Ursprung in einem kranken Darm. Genauso ist zu beachten Obst immer auf nüchternen Magen zu essen und das am besten morgens oder vormittags. Als Grundsatzregel: kein Obst nach 14 Uhr. Es gibt Menschen, die vertagen Obst auch am Nachmittag oder Abend. Doch nicht alle Obstsorten sollten dann genossen werden. Äpfel am Abend und Wassermelonen am Nachmittag können isoliert gegessen werden. Doch essen Sie Obst niemals als Nachtisch. Früchte werden in der Regel innerhalb von 30-60 Minuten verdaut. Wenn Sie nach einem Steak einen Apfel verzehren wird dieser im Darm Gärungsprozesse auslösen und Ihre Leber belasten. Sie glauben etwas Gutes für Ihre Gesundheit getan zu haben, dabei erreichen Sie das Gegenteil.

Der weiße Zucker ist ein raffinierter Zucker, dem alle Bestandteile des ursprünglichen Zuckerrohrs entzogen wurden. Er ist durch seine Verarbeitung nur noch ein leerer Kohlenhydratlieferant ohne jeden Nährwert. Er führt zur Sucht, zu Karies und zu Verdauungsbeschwerden.

Fruktose (Fruchtzucker), sowie Glukose (Traubenzucker) sind Monosaccharide, auch Einfachzucker genannt. Maltose (Malzzucker), Laktose (Milchzucker) und Saccharose (Rohrzucker) sind Disaccharide, auch Zweifachzucker genannt. Disaccharide bestehen nur aus zwei Kohlenhydratmolekülen und werden damit fast genauso schnell vom Körper aufgenommen wie die Monosacharide.  Polysacharide sind gespeicherte Mehrfachzucker. Bei Menschen, Tieren und Pilzen werden sie in Form von Glykogen und bei der Pflanze in Form von Stärke gespeichert. Sie bestehen aus mehr als 10 Kohlenhydratmolekülen.

Wenn wir Mehrfachzucker über unsere Nahrung zu uns nehmen, müssen sie erst mit Hilfe des Enzyms Amylase aus dem Speichel und der Bauspeicheldrüse gespalten werden. So wird der Blutzuckerspiegel nur langsam angehoben. Die erste Spaltung durch den Speichel im Mund wird durch die Passage im Magen unterbrochen und bei Eintritt in den Zwölffingerdarm durch weitere Zugabe von Amylase aus der Bauspeicheldrüse fortgesetzt. Haben wir unsere Nahrung nicht genügend gekaut, ist dementsprechend mehr Amylase aus der Bauspeicheldrüse notwendig, um die Kohlenhydrate zu spalten. Dies führt auf längere Sicht gesehen zu einer Überlastung der Bauspeicheldrüse. Um eine bessere Resorption der Kohlehydrate über den Dünndarm zu erreichen, und die Verdauungsorgane zu entlasten ist es daher notwendig jeden Bissen gut zu kauen. Der Spruch „Gut gekaut ist halb verdaut“ kommt nicht von ungefähr. Auch der berühmte Arzt F. X. Mayr verdeutlicht dies ganz speziell bei der Mayr-Kur.

Fruktose wird direkt über die Leber aufgenommen. Dabei spielt es wiederum eine wichtige Rolle, ob es sich um isolierten Fruchtzucker oder eine ganze Frucht handelt. Ein häufiger Verzehr von isoliertem Fruchtzucker aus Süßgetränken, Fruchtsäften und Produkten mit Fructose-Sirup kann daher zur nicht-alkoholischen Fettleber führen.

Bei der Weiterverarbeitung von Fruktose in der Leber wird die Triglycerid-Synthese angeregt und es kommt schneller zu einer Einlagerung von Fetten in der Leber aber auch in anderen Körperfettdepots. Zudem konnten Forscher zeigen, dass Fruktose in der Leber eine Stressantwort provoziert, die Entzündungen und Umbau des Gewebes zu Bindegewebe in der Leber begünstigt.

Das metabolische Syndrom gilt heute als die wichtigste Ursache für eine Herz-Kreislauferkrankung und für eine Zuckerkrankheit. Die wichtigsten Kriterien für das Bestehen eines metabolischen Syndroms sind: Übergewicht (nach Body-Maß-Index), erhöhte Triglycerid-Werte, verminderte HDL-Cholesterin-Werte (vermindertes „gutes Cholesterin“), erhöhter Blutdruck, erhöhter Blutzucker.

 

Ist Obst essen denn nun ungesund?

 

Nein, denn Früchte bestehen nicht nur aus Fruchtzucker. Sie beinhalten auch sehr viele gesundheitsfördernde Stoffe wie Enzyme, Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe. Außerdem enthalten Früchte Ballaststoffe, welche die Aufnahme von Kohlehydraten verlangsamen.  Dies sorgt auch für eine schnellere Sättigung.  Beachten Sie einfach die Regel Obst auf nüchternen Magen zu essen und nicht als „Nachtisch“ nach einer Hauptmahlzeit.

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Vorsicht vor Glucose-Fructose-Sirup

 

Glukosesirup oder auch Glucose-Fructose-Sirup steckt  heutzutage leider in sehr vielen Lebensmitteln drin. Auch in solchen, die auf den ersten Anschein als gesund eingeschätzt werden, wie zum Beispiel in Müslimischungen. Selbst in Bioprodukten findet sich Glucose-Fructose-Sirup. Suchen Sie mal nach einem Speiseeis im Supermarkt ohne diesen Sirup. Das ist fast ein Ding der Unmöglichkeit eines zu finden. Hersteller mischen Glucose-Fructose-Sirup in Speiseeis, um das Eis trotz der Tiefkühlung cremig zu halten. Auch wenn im Speiseeis des Italieners um die Ecke raffinierter Zucker verarbeitet ist, so ist es allemal besser dies zu essen. Sogar in Babynahrung wird er bereits zugesetzt. Nun fragt man sich, was denn daran so schlimm sein könnte. Zucker ist nicht unbedingt gesund, das ist klar. Was aber ist an Glucose-Fructose-Sirup noch schädlicher als an normalem Haushaltszucker? Der Arzt Dr. med. Hartwig Carstens hat jahrelang den Zusammenhang zwischen Krankheiten und dem Konsum von Glukose-Fructose-Sirup erforscht. Er stellte dabei fest, dass der Verzicht auf Lebensmittel, die diesen Sirup enthalten zu Heilungen der Erkrankungen bei seinen Patienten führte.  Weshalb dies so ist, steht im Zusammenhang mit der Herstellung dieses Sirups. Glucose-Fructose-Sirup wird aus roher Mais- und Weizenstärke hergestellt. Getreide enthalten sogenannte Glykoproteine. Das sind Eiweiße mit einem Kohlenhydratanteil. Durch die Herstellung eines Sirups sind im Endprodukt hohe Konzentrate dieser Glykoproteine enthalten. Glykoproteine in roher Form reizen die Darmwände und schwächen unser Immunsystem. Bekannt ist dies durch den Verzehr von rohen Bohnen, was lebensgefährliche Folgen haben kann, denn sie heften sich an rote Blutkörperchen und verklumpen diese. Man nennt die Glykoproteine daher auch Hämagglutinine oder Lektine. Durch den Kochprozess können sie jedoch zerstört werden. Jeder weiß, dass man Bohnen nicht roh essen soll und sie erst durch längeres Kochen bekömmlich werden. Alle Pflanzen enthalten Lektine. Sie sind ein Schutz vor Fressfeinden. Beim Verzehr von Lektinen, welche nicht durch kochen unschädlich gemacht wurden,  haften sich diese an die Zellmembranen der Dünndarmzellen und beeinflussen deren Stoffwechsel. Normalerweise lebt eine Dünndarmzelle 72 Stunden. Durch die Schädigung der Lektine muss sie jedoch bereits nach 12 Stunden erneuert werden. Durch diese ständig zu frühe Zellerneuerung wird die Aufnahme von Nährstoffen vermindert. Lektine können durch die geschädigte Darmschleimhaut hindurch wandern und somit auch in den Blutkreislauf gelangen und im Körper zu Störungen des Eiweiß- und Hormonstoffwechsels führen. Nun grundsätzlich vor Lebensmittel in Form von Getreide oder Hülsenfrüchten Angst zu haben, wäre übertrieben. Eine Menge von 300mg/Tag ist vom Körper durchaus zu verkraften. Das Problem ist der gesteigerte Konsum durch den Verzehr von Lebensmitteln, welche Glucose-Fructose-Sirup enthalten. Dadurch wird die Toleranzgrenze um ein Vielfaches in kurzer Zeit überschritten. Besonders zu beachten ist auch, dass Lebensmittel, welche bei der Herstellung nicht erhitzt wurden einen wesentlich höheren Anteil an Lektinen haben, als Gebäck. So zum Beispiel das Speiseeis aus der Tiefkühltruhe. Übrigens kann eine Kuhmilchunverträglichkeit ebenfalls darin begründet sein, dass Lektine das Wohlbefinden stören. Einige Milchbauern füttern ihre Kühe mit Mais. Die darin enthaltenen Lektine gehen in die Milch über. Die gute Nachricht ist, dass sich das Immunsystem von dieser Strapaze erholen kann, wenn man ihm den Glucose-Fructose-Sirup vorenthält.

Eine weitere Gefahr des Glucose-Fructose-Sirups ist die Entwicklung einer Fettleber. Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass ein Fruchtzuckerkonsum, der dem Gehalt von zwei Litern gesüßten Getränken entspricht, Störungen im Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel hervorrufen kann. Erhöhte Lipidspiegel können die Folge sein, was das Risiko einer Herz-Kreislauferkrankung oder eines Diabetes Typ2 erhöht. Fruchtzucker kann im Körper nicht gespeichert werden. Bei zu hoher Zufuhr von Fructose wird sie daher direkt in Fett umgewandelt.

Achten Sie bei Lebensmitteln, die Sie kaufen auf die Zutatenliste der Verpackungen. In vielen Gebäcken, manchen Schokoladen, in Eiscreme, tiefgefrorenen Fleischfertigprodukten, Fertigsoßen, manchen Joghurts (besonders fettarme), Softgetränken, Fruchtsaftgetränken  ist Glucose-Fructose-Sirup zugefügt.

 

Fruktose-Unverträglichkeit

 

Eine hereditäre Fruktose-Intoleranz, die auf einer genetischen Verwertungsstörung von Fruktose beruht, ist selten (1:130.000). Fruktose kann dann aufgrund einer Enzymstörung nicht in der Leber abgebaut werden und sammelt sich in den Zellen an. Erste Symptome treten meist schon bei Säuglingen auf, die zum ersten Mal Beikost erhalten, die Fruktose enthält. Erbrechen, Hypoglykämie (Unterzuckerung durch gestörte Blutzuckerregulation) und lebensbedrohliche Schockzustände können die Folge sein. Ein Gentest bringt den Nachweis des Enzymdefekts. Ist dieser positiv, muss ein lebenslanger völliger Verzicht auf Fruktose eingehalten werden.

Sehr viel häufiger ist intestinale Fruktose-Intoleranz. Sie betrifft jeden dritten Mitteleuropäer. Man spricht auch von einer Fruktose-Malabsorption, da die Fruktose im Dünndarm nicht vollständig resorbiert werden kann und in den Dickdarm gelangt. Dort wird die Fruktose durch Dickdarmbakterien zu Kohlendioxid, Wasserstoff und Methan vergoren, was zu Symptomen wie Völlegefühl, Durchfall und Blähungen führt. Zusätzlich kann es zu Begleitsymptomen wie Kopfschmerzen und Schlappheit kommen, da aufgrund der Durchfälle auch Elektrolyte verloren gehen.  Die Ursache für die Malabsorption kann in einer Störung oder einem Mangel der Fruktose-Transportproteine (GLUT5) liegen, die Fruktose durch die Dünndarmwand transportieren.  Dieses Protein sitzt in der Darmwand und ermöglicht es Fruktose mittels Diffusion in die Zelle zu transportieren. Ist die Darmwand geschädigt, kommt es hier zu einer mangelnden Aufnahme. Die Fruktose verbleibt im Darm und führt zu Gärung mit den typischen Beschwerden wie Völlegefühl, Blähbauch, Bauchschmerzen. Der Arzt rät nun zum Verzicht von Fruktose und schon scheint die Welt wieder in Ordnung. Leider ist der Darm aber deshalb immer noch nicht wieder gesund. Es verschwinden nur die Beschwerden. Daher sollte man einer Fruktose-Intoleranz genaustens auf den Grund gehen und eine Darmsanierung angehen. Dann kann auch nachträglich wieder Obst vertragen werden. Fruktose in unnatürlicher Form wie Fruktose-Sirup sollte sowieso generell gemieden werden, auch von sogenannten gesunden Personen. Eine zu schnelle Darmpassage aufgrund von hastigem, falschem Essen in Kombination mit Stress kann auch eine Ursache für eine gestörte Fruktose-Absorption sein. Meistens findet sich bei diesen Menschen aber auch kein gesunder Darm.  

 

Gewichtsreduzierung durch Vermeidung von Insulinausschüttung?

 

Ebenso beeinflusst die Art der Kohlenhydrate, wie viel Insulin von der Bauspeicheldrüse ausgeschüttet wird. Ein permanent zu hoher Blutzuckerspiegel macht die Zellen resistent gegen Insulin und es kann Diabetes entstehen. Aber auch das Gewicht schnellt nach oben, wenn zu viele leere Kohlenhydrate im Angebot sind, deren Zucker den Zellen rasch zur Verfügung gestellt wird. Der überschüssige Zucker wird in Fett umgewandelt und gespeichert, wenn die Glycogenspeicher voll sind. Mit leeren Kohlenhydraten meine ich Kohlenhydrate, welche zu schnelle Energie liefern, die im Prinzip keinen Nährwert für den Körper haben, da sie so gut wie keine Vitamine und Mineralstoffe mehr beinhalten. Zu ihnen zählen Weißmehlprodukte und weißer Zucker und alle Lebensmittel die daraus hergestellt werden. Vollkornprodukte hingegen sind wertvolle Kohlenhydrate, denn sie enthalten die Vitamine der Gruppe B, darunter B1, welches zur Verdauung von Zucker bzw. Kohlenhydraten benötigt wird. Auch die darin enthaltene Phytinsäure bewirkt, dass der Blutzucker nur langsam ansteigt, was erstens ein längeres Sättigungsgefühl zur Folge hat und zweitens die Blutzuckerspitzen, wie sie beim Verzehr von Weißmehl vorkommen vermieden werden.

 

Kohlenhydrate fürs Gehirn

 

Kohlenhydrate gelangen über das Blut in sämtliche Zellen unseres Körpers. Das Gehirn ist besonders auf Kohlenhydrate angewiesen.  Mehrere hundert Milliarden Nervenzellen sind ständig  im Gange damit wir gehen, riechen, sehen und denken können. Für den reibungslosen Ablauf  dieser Funktionen sind die sogenannten Neurotransmitter verantwortlich. Das sind Schaltzellen, die Nervenzellen untereinander verbinden. Dafür benötigt der Körper Aminosäuren, die zerlegten Bausteine des Eiweißes. Auch Botenstoffe wie Adrenalin, Noradrenalin, Serotonin, Acetylcholin, Melatonin und Dopamin werden vom Gehirn benötigt. Die optimale Leistungsfähigkeit des Gehirns hängt also direkt von einer guten Versorgung mit Nährstoffen zusammen. Das Gehirn braucht ein Fünftel unseres Energiebedarfs, um geistig, seelisch und körperliches Wohlbefinden zu gewährleisten.  Dafür benötigt es 120 g Glucose bestenfalls aus Früchten, Gemüse, Kartoffeln und Vollkorngetreide. Des Weiteren braucht es ungesättigte Fettsäuren, Mineralstoffe, Sauerstoff.

Wenn dem Gehirn keine Glukose geliefert wird, zum Beispiel in Zeiten des Hungerns kann der Körper aus Stoffwechselprodukten mittelkettiger Fettsäuren das Gehirn mit Energie versorgen. Die dafür benötigten Ketone werden in der Leber gebildet. Diese können die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Es gibt sogar spezielle Keton-Therapien dafür bei Morbus Parkinson und Alzheimer Patienten. Kokosöl enthält 63 Prozent dieser mittelkettigen Fettsäuren. Werden auch die Fettsäuren nicht mit der Nahrung zugeführt, baut der Körper seine eigenen Fettvorräte ab, um das Gehirn mit Energie zu versorgen.

 

Naturbelassene Nahrung  bevorzugen

 

„Sie werden es noch erleben, dass die Mesotrophie nicht vor dem Gehirn halt macht.“ Diese Worte drangen zu Dr. Johann Schnitzers Ohren, als sie aus dem Munde von Prof. Dr. med. Werner Kollath kamen. Lern- und Konzentrationsschwächen., Alzheimer, Aggressionen, Hyperaktivität, um nur einige Erscheinungen zu nennen, die durch chronische Mangelzustände bei der üblichen Zivilisationskost und der Einwirkung von Umweltgiften auf die Menschheit nieder rasseln.

 

Naschalternativen

 

Es gibt durchaus Alternativen zu Gummibärchen und Co. Spüren Sie Verlangen nach Süßem ist natürlich ein Stück Obst die erste Wahl. Doch auch getrocknete Früchte sind besser als klebriges Zuckerzeug aus raffiniertem Zucker.  Getrocknete Datteln zum Beispiel schmecken sehr süß. Sie bestehen zu zwei Dritteln aus Zucker. Jedoch enthalten sie im Gegensatz zu Süßwaren Ballaststoffe und Spurenelemente wie Kalium, Eisen und Magnesium.  Zwei bis vier Datteln pro Tag sollten dennoch genügen.

Rosinen zählen ebenfalls zu den gesunden Naschalternativen. Sie enthalten bedeutende Mengen an Kalium. Kalium trägt zu einer ausgewogenen Mineralstoff- Versorgung bei und hält Ihren Säure-Basen-Haushalt in Balance, da unsere Lebensmittel meist wesentlich mehr Natrium beinhalten.

Erstaunlich ist, dass Rosinen trotz ihres hohen Zuckergehaltes gut für die Zähne sind. Sie enthalten Stoffe, die Karies und Parodontose auslösende Bakterien hemmen. Lesen Sie mehr in meinem Artikel „Weißer Zucker ist schädlich“.

 

Welche Folgen hat der hohe Verzehr von Eiweißen für unseren Körper? Gibt es hochwertiges Eiweiß tatsächlich nur in Fleisch?