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Kerngesund-sein
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Folgen eines hohen Eiweißkonsums

Wofür wird Eiweiß im menschlichen Körper benötigt?

 

Eiweiß wird nach dem Verzehr in seine einzelnen Bestandteile, die Aminosäuren zerlegt. Auf diese Weise kann der Körper aus artfremdem Eiweiß, z. B. das eines verzehrten Hühnchens, körpereigenes Eiweiß bauen. Der Körper braucht Eiweiß vor allem als Strukturprotein in Form von Kollagen und Elastin, die Grundstruktur des Bindegewebes und zur Bildung von Kreatin, welches  für die Muskelkontraktion der Skelettmuskulatur und die Hirn- und Nervenfunktion benötigt wird. Auch für Muskelproteine Aktin und Myosin, für Transportproteine wie das Hämoglobin im Blut und als Blutpuffer wiederum in Form von Hämoglobin und Albumin, zur Bildung von Antikörpern, zur Blutgerinnung, für Hormone. Eiweißbestandteile, die der Körper nicht benötigt werden in der Regel abgebaut und ausgeschieden. So glaubte das bisher die Schulmedizin.

 

Übermäßiger Eiweißkonsum und seine Folgen

 

Bei einer Ernährung mit übermäßigem Eiweißkonsum werden die Nieren und die Leber stark belastet. Niereninsuffizienz und Leberzirrhose können die Folge sein. Daher sollte eine tägliche Zufuhr von 0,8g pro Kilogramm Körpergewicht nicht überschritten werden. Hält man sich nicht daran und mästet seinen Körper täglich mit übermäßigem Eiweißkonsum,  lagert sich das Eiweiß in den Blutgefäßen ab. Bekannte Krankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Arteriosklerose, Durchblutungsstörungen, Bluthochdruck, Hypercholesterinämie, Allergien, Glaukom, Zuckerkrankheit, Gicht, können die Folge sein. In jungen Jahren werden Sie davon noch nichts merken. Ihr Körper kann all das noch recht gut kompensieren. Doch überschreiten Sie erst einmal die 50 Jahre-Grenze, können Sie im wahrsten Sinne des Wortes schlagartig von einem Schlaganfall betroffen sein. Er kommt, so glauben Sie, aus heiterem Himmel und ohne jede Vorwarnung. Doch in Wahrheit ist er die Folge langjähriger Ablagerungen in Ihren Gefäßen. Wer mehr zum Thema wissen möchte sei auf Prof. Dr. Lothar Wendt verwiesen. Er konnte nachweisen, dass es im Körper Eiweißspeicher gibt. Er stellte sogar fest, dass Typ 2 Diabetes eine Folge von zu viel Eiweiß ist und der hohe Blutzuckerspiegel aus einer verdickten Basalmembran, als Teil der Blutgefäßwand, resultiert. So würde der Austausch zwischen Gefäß und Zellen nicht mehr richtig funktionieren und die Nährstoffe blieben im Blut zurück. Bei der Ablagerung von Eiweiß in den Kapillaren, den kleinsten Blutgefäßen, werden die Organe schlechter versorgt. Hormone brauchen länger, um zu den Zellen zu gelangen. Die Folge ist eine Erhöhung des Blutdruckes, damit die Zellen weiterhin mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden können. Das Blut wird dickflüssiger. Die Blutgefäße werden sich ausweiten. Stoffwechselrückstände, welche durch die Verdickung der Kapillarwände nicht abtransportiert werden können lagern sich im Bindegewebe ab. Cellulitis ist das Resultat. Auch Stoffwechselendprodukte des Muskels bleiben dort zurück und führen zu rheumatischen Beschwerden. Auch ein gesunder Darm kann nicht mehr als 100 g tierisches Eiweiß pro Tag verwerten. Die Verwertung von tierischem Eiweiß setzt einen intakten Darm voraus. Dies ist aber bei den meisten Menschen nicht gegeben. Eiweiß vermehrt die Bindegewebsfasern. Sie fungieren wie ein Schwamm und nehmen große Mengen Wasser auf. Auch ein Lymphstau kann durch übermäßigen Eiweißkonsum ausgelöst werden. Das Lymphsystem, das wie eine Drainage wirkt, kann die überschüssige Flüssigkeit nicht mehr abgeben.

 

Eiweiß ist nicht gleich Eiweiß

 

Als erstes denkt man bei eiweißhaltigen Nahrungsmitteln an Fleisch, Wurst, Käse, Milch, Quark, Joghurt und Eier. Grüne Pflanzen, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, gekeimtes Getreide und Obst enthalten ebenfalls Eiweiß.

 

Hochwertige Eiweiße angeblich nur in Fleisch?

 

Tierische Eiweiße sind viel schwerer zu verdauen, als pflanzliche. Bei einer vegetarischen Kost vermindert man das Risiko einer übermäßigen Eiweißzufuhr enorm. Die zusätzlich belastenden Stoffe wie Purine und Fette werden mit pflanzlichem Eiweiß nicht in riesigen Mengen aufgenommen. Für die vegetarische Lebensweise ist es nie zu spät. Auch überfüllte Eiweißspeicher können wieder abgebaut werden, wenn man zuvor zu große Mengen Fleisch konsumiert hat.

Das pflanzliches Eiweiß nicht so hochwertig sein soll, im Vergleich zu tierischem Eiweiß, widerlegt alleine schon die Tatsache, dass es viele große und kräftige Säugetiere gibt, die sich ausschließlich pflanzlich ernähren. Hierzu zählen Elefanten, Giraffen, Pferde und Kühe.

Der tägliche Eiweißbedarf hängt tatsächlich davon ab, welches Eiweiß dem Körper zugeführt wird. Bei einer fleischhaltigen Ernährungsweise kann dieser Bedarf auf 200 Gramm pro Tag steigen. Das tierische Eiweiß wird in der Regel erhitzt. Dabei werden 40- 85 Prozent des Eiweißes zerstört. Die erhöhte Temperatur, mit der die Speisen dann in den Magen gelangen, deaktivieren die Enzyme, welche für die Verdauung notwendig sind. Bei den meisten Menschen ist das Verdauungssystem bereits vorgeschädigt und sie können Fleisch daher überhaupt nicht verdauen. Es fehlt ihnen an Enzymen, die aus der Bauspeicheldrüse stammen, sowie  genügend Galle und Salzsäure. Dabei spielt auch die tägliche Salz- und Zuckerkonsum eine wichtige Rolle. Bei einer Zufuhr von 8 Gramm Salz pro Tag wird bereits die Eiweißverdauung gestört. Nachgewiesen wurde dies von dem Ernährungsforscher R. Berg.

Bei einer vegetarischen Ernährung mit überwiegend Obstanteil, benötigt der Körper nur 20-30 Gramm Eiweiß pro Tag. Der tatsächliche Konsum liegt in der Regel bei 90 Gramm für Frauen und 110 Gramm bei Männern.

Eiweiß, das wir täglich essen, wird nur zu einem kleinen Teil für die Zellerneuerung gebraucht. Der weitaus größere Teil muss abgebaut werden. Dabei entsteht Ammoniak. Dies muss über die Leber entgiftet werden. Die daraus entstehende Harnsäure wiederum wird über die Nieren ausgeschieden. Leber und Nieren werden also bei erhöhter Eiweißkost stark belastet.

 

Lupine sind eine wertvolle pflanzliche Eiweißquelle

 

Lupinen ähneln in ihrer Zusammensetzung den Sojabohnen. Sie sind also interessant als Eiweißlieferant und zudem die ökologisch bessere Alternative zu Soja, da durch ihren Anbau kein wertvoller Regenwald weichen muss. Lupinen wachsen auch auf sandigen Böden. Sie sind nicht sehr anspruchsvoll. Sie vertragen Hitze und Kälte. Durch ihre meterlangen Wurzeln holen sie sich Wasser und Nährstoffe aus tiefen Schichten. Durch ihre Wurzeln verbessern sie sogar den Boden, da diese Stickstoff binden können. Sie kommen ohne Dünger aus. Schon die alten Ägypter und Griechen wussten die Hülsenfrucht als Nahrungsmittel zu schätzen.  Doch im Gegensatz zu damaligen Zeiten ist die heutige Lupine durch Züchtungen weitgehend frei von Alkaloiden. Daher wird sie heute auch Süßlupine genannt. Die Samen enthalten alle essentiellen Aminosäuren. Neben 40 Prozent Eiweiß bietet die Süßlupine Isoflavonoide Genistein und Daidzein, Carotinoide,  Vitamin A, E und B1, sowie Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen. Die Süßlupine hat ein geringeres Allergierisiko als die Sojabohne, dennoch müssen Menschen, die Erdnüsse nicht vertragen vorsichtig mit Süßlupinen sein. Daher besteht seit 2007 in der gesamten EU Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln, die Süßlupine enthalten. Die Süßlupine ist geeignet für eine glutenfreie Ernährung. Backwaren sollten allerdings nicht mehr als 15 Prozent beigemischt werden, da der Geschmack sonst zu sehr hervorsticht.  Hält man sich an diese Regel, schmeckt das Gebäck leicht nussartig und erhält eine leicht gelbe Färbung. Durch das Beimischen von Süßlupinenmehl in Backwaren wird deren Eiweißgehalt aufgepeppt, denn die Samen enthalten auch die Aminosäure Lysin, die vielen Getreidesorten fehlt.

 

Ist Soja eine gesunde alternative zu Fleisch?